Sukkot
Laubhüttenfest
13. Oktober 2008


Sukkot beginnt fünf Tage nach Jom Kippur (dem Versöhnungstag) am 15. Tischri, zum Vollmond im September/Oktober, es dauert sieben Tage lang und ist ein ausgemacht fröhliches Fest.

Mit Pessach (dem Passahfest) und Schawuot (dem Wochenfest, Pfingsten) gehört Sukkot zu den drei Wallfahrtsfesten, also denjenigen Festen, die zur Zeit der beiden Tempel mit einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und Opfern im Tempel begangen wurden.

Es ist einerseits das Erntefest, an dem Gott für die Ernte gedankt und um Regen gebeten wird, aber hauptsächlich gedenkt man an Sukkot der 40 Jahre in der Wüste: "Jedes Jahr sollt ihr im siebten Monat eine Woche lang feiern! Diese Ordnung gilt für alle Generationen, wo immer ihr auch lebt" (3. Mose 23,41). Dieses Fest gilt also für immer!

Und in 5. Mose 16,13-15 steht noch einmal wunderschön: "Wenn ihr im Herbst das Korn von der Tenne einsammelt und die Weintrauben erntet, dann feiert eine Woche lang das Laubhüttenfest! Es soll ein fröhliches Fest werden. Feiert zusammen mit euren Kindern und euren Sklaven, mit den Leviten und den Ausländern, mit Witwen und Waisen! Kommt zum Heiligtum des Herrn, eures Gottes, und feiert sieben Tage lang zu seiner Ehre! Freut euch von Herzen, dass er eure Arbeit gesegnet und euch eine gute Ernte geschenkt hat." Dieses Fest gilt also allen im Volk lebenden, sogar den Ausländern! Jeder soll in den Genuss dieses Festes kommen, auch Arbeiter und Angestellte - niemand soll arbeiten müssen, sondern feiern!

An Sukkot erinnert man sich an die 40 Jahre der Wüstenwanderung und daran, dass wir uns auch in diesem Leben auf einer Wanderschaft befinden. Das einzig Beständige ist Gott selbst, der mit Seinem Volk geht, und zu dem wir als nichtjüdische Gläubige ebenfalls gehören! Die Laubhütte, die Sukka, symbolisiert dies als temporäre Wohnstätte.

Wir haben die Zusage Jeschuas (Jesus), dass Gott selbst uns beständige Behausungen errichtet: "Denn im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten. Und wenn alles bereit ist, werde ich kommen und euch zu mir holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin" (Johannes 14,2-3): Die Hütte Gottes bei den Menschen, wie es in Offenbarung 21,3 heißt!

Zunächst also der Blick zurück, um uns daran zu erinnern, wie Gott die Israeliten sicher durch die Wüste geführt hat und dann der Blick nach vorne, in Erwartung der baldigen Wiederkunft des Messias Jeschua!


Eine jüdische Hochzeit dauert sieben Tage, die Vermählung findet unter der Chupah statt, einem Zeltdach, oft durch eine Tallit (jüdischer Gebetsschal) dargestellt. So lässt sich im Vorwärtsblick die Laubhütte als jene Chupah und das siebentägige Laubhüttenfest selbst als die Hochzeitsfeier des Lammes deuten!

Sukkot ist ebenfalls ein Erntefest - die Weinernte - und Jeschua sagte: "Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer bei mir bleibt, so wie ich bei ihm bleibe, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten" (Johannes 15,5)!

Es ist äußerst wahrscheinlich, dass die Zeit um Sukkot das tatsächliche Geburtsdatum Jeschuas ist! Lies dazu den Artikel über Weihnachten!

Herrlich, wie Jeschua auch in diesem Fest die vollkommene Erfüllung ist!

Sukkot ist der Plural für Sukka = die Laubhütte:

Die Sukkah ist eine einfache Hütte, die leicht auf- und abgebaut werden kann. Halt ähnlich der, die auf der Wüstenwanderung benutzt wurde. Sie soll den Menschen Schutz und Schatten gewähren, sie aber nicht am Weiterwandern hindern und auch nicht von der Natur abtrennen. So sollen wenigstens drei Wände vorhanden sein, die aus Stangen und Tuch oder Brettern bestehen. Das Dach darf nicht zu dicht belegt sein; es soll Schatten gewähren, aber man muss noch die Sterne erkennen können. Man
bedeckt es mit Pflanzenteilen, Schilf oder Zweigen mit Blättern, nicht mit Brettern.

Sukkot werden in Gärten, Höfen, sogar auf Balkonen aufgebaut.
In diesem Clip kann man sehen, wo sie in Israel überall zu finden sind:

Die Sukkah soll groß genug sein, dass man gesellig beisammen sitzen und essen, vielleicht sogar darin schlafen kann (wenn das Klima mitspielt). Befindet man sich in zu kalten Gegenden, werden auch manchmal Gemeindesäle als Sukkah dekoriert. Sie soll schön geschmückt sein, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: man dekoriert sie mit Früchten, bunten Girlanden, Fähnchen, die Wände mit schönen Tüchern und die farbig-transparenten Fenster mit Lichterketten. In der Mitte steht ein festlich gedeckter Tisch.

In einer messianischen Gemeinde


Überall werden besondere Feststräuße gebunden. Sie heißen "Lulaw" und bestehen aus einem Palmzweig, drei Myrtenzweigen und zwei Bachweidenzweigen. Zusammen mit einer besonderen Zitrusfrucht, dem Etrog, schwingt man diesen Strauß in alle Himmelsrichtungen, wie ein 'Schwingopfer', als Symbol für das Ernteopfer, aber auch für die versöhnte Menschheit, gesammelt von den vier Enden der Erde, die den HERRN gemeinsam preist, als ein neuer Mensch in IHM.

Und Fröhlichkeit ist geboten! In 3. Mose 23.40 heißt es: "Feiert sieben Tage lang ein fröhliches Fest für mich, den Herrn, euren Gott."

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Eine andere Tradition ist das Wasserschöpfen. Es geschah am letzten Tag des Festes. Dieser Tag wurde bekannt als Hoschana Rabba, 'Großes Hoschana', dem letzten Tag von Sukkot. An diesem Tag brachte der Priester Wasser aus dem Teich Siloah
und goss es in den Altar, während er für reichen Regen betete. Dies ist der Tag, von dem wir in Johannes 7,37-38 lesen können: "An dem letzten, dem großen Tag des Festes (Laubhüttenfest) aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift gesagt hat, Ströme lebendigen Wassers fließen." Dies geschah am letzten Tag von Sukkot.

Auch Jeschua feierte also das Laubhüttenfest (Johannes 7). Sukkot wird in Erwartung Seiner Wiederkunft als der Löwe von Juda, als König aller Könige, als Herr aller Herren gefeiert! Und dann wird eintreffen, was uns in Sacharja 14,16 prophezeit ist: "Und es wird geschehen, dass alle Übriggebliebenen von all den Heidenvölkern, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern." Dieses Fest wird also auch dann gefeiert, wenn der Herr wieder hier ist!!!

Ein weiterer Punkt für die ewige Bedeutung des Laubhüttenfestes steht in Offenbarung 21, Verse 3 und 4 steht: "Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen."

An diesem Tag wird die ganze Welt die Laubhütte Gottes werden, und ER wird regieren in alle Ewigkeit. Das wird der Tag großer Freude für uns alle sein, die wir die Liebe Christi kennen – beide, Juden und Menschen aus allen Nationen ...

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Schmini Azeret und
Simchat Tora

Der achte Tag der Sukkot-Feiertage heißt Schmini Azeret und endet am Tag danach mit Simchat Torah, das wörtlich "Torah-Freude" heißt. Die Torahrollen werden aus dem Schrein geholt und dann wird ausgelassen um sie getanzt. Man reicht sie weiter, damit jeder einmal die "Gesetzesfreude" in Armen halten kann.

Simchat Torah wird auch in messianischen Gemeinden gefeiert!

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Juden freuen sich über göttliche Lehre
entnommen aus israelnetz, Johannes Gerloff, 29.09.2010

Am Abend des letzten Laubhüttenfesttages beginnt mit Sonnenuntergang das Fest "Schmini Atzeret", der "achte Tag der Versammlung" (3. Mose 23,36). Nach jüdischer Zeitrechnung fällt dieser Tag auf den 22. Tag des Monats Tischri. Obwohl dieser Tag direkt auf Sukkot folgt, ist er doch ein eigenständiger Feiertag, für den das Gebot, in Laubhütten zu sitzen, nicht mehr gilt, und an dem auch der Strauß der "vier Arten" nicht getragen wird.

Simchat Torah, das Fest der Freude über die Torah, ist übrigens kein Fest, das in der Bibel geboten wurde. Die Zusammenlegung mit dem auf das Laubhüttenfest folgenden Schmini Atzeret wurde erst im 17. Jahrhundert endgültig festgelegt.

Die Synagogengottesdienste folgen einem "Bibelleseplan", der einmal im Jahr durch die gesamte Torah, die fünf Bücher Mose, führt. Dazu wurde die Torah in 54 Wochenabschnitte, die so genannten "Paraschot HaSchawua" eingeteilt. An Schmini Atzeret schließt sich dieser Kreis: Der letzte Abschnitt des 5. Buches Mose wird gelesen und gleich darauf der erste Abschnitt aus dem 1. Buch Mose.

Den letzten Abschnitt der Torah vorzulesen, ist eine besondere Ehre. Wem sie zuteil wird, der wird zum "Bräutigam der Torah". Wer dann die ersten Worte der Heiligen Schrift - "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde..." - lesen darf, wird zum "Bräutigam des Anfangs". Dadurch kommt auch zum Ausdruck, dass die Beziehung eines Juden zur Torah nicht erblich ist. Immer wieder neu muss sich der gläubige Jude dem Wort Gottes "anverloben".

Juden feiern Torah
Aus Freude darüber, dass Gott seinem Volk die Torah, sein Wort, anvertraut hat, holen die jüdischen Gläubigen am Vorabend dieses Festes alle Torah-Rollen aus dem Torah-Schrein ihrer Synagoge. Mit den kostbaren Torah-Rollen im Arm tanzen und singen die Männer dann in einer langen Prozession in der Synagoge. In religiösen Vierteln kann sich dieses Freudenfest über mehrere Stunden ausdehnen und die Feiern werden auf der Straße fortgesetzt. Deshalb ist dieser Tag auch als "Freudenfest der Torah", "Simchat Torah", bekannt. Zu Ehren der Torah soll es, so die Bestimmung der jüdischen Weisen, auch ein Festmahl geben.

In den Synagogen gedenkt man an diesem Tag der Verstorbenen und bittet um reichen Regen für den kommenden Winter.

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