Was hat sich durch die Auferstehung Jesu
eigentlich geändert?

von Andreas Eichberger, Mai 2006


1. Was bedeutete das für die Menschen damals?

- Jesus ist nicht 'tot zu kriegen'.

Seine Feinde haben versucht, Ihn mit Gewalt zu beseitigen. Das scheint ihnen zunächst gelungen zu sein; aber durch Seine siegreiche Auferstehung ist Er nun überhaupt nicht mehr und nicht noch einmal tot zu kriegen; seitdem sind auch Seine Lehre und Seine Gemeinde nicht mehr tot zu kriegen

- Jesus wurde vom Lamm Gottes zum Herrn der Welt.

Er ist nicht nur durch Sein stellvertretendes Leiden als Opfertier für die Bewältigung der Vergangenheit, sondern als Auferstandener für die Gegenwart und Zukunft der Welt und meines Lebens zuständig. Er bleibt für uns immer das Lamm Gottes, wenn es um Schuld und Sünde geht, aber Er ist eben nun auch Herr und oberste Instanz über alle Mächtigen auf Erden, von Bill Gates bis Ahmadinedschad, von Putin bis Kim Yong Il.

2. Was bedeutet das für uns heute?
- Er ist auferstanden bedeutet: Er mischt sich ein, da wo wir uns das wünschen und damit rechnen; aber auch da, wo wir es nicht erwarten, kann Er sich melden und zeigen, dass Er als Auferstandener der Herr ist und das Sagen hat.

- In 2. Korinther 5,15 steht nicht nur, dass Er für uns gestorben ist, sondern auch, dass Er für uns auferweckt wurde. Das "für uns" bezieht sich auf beides. Beides soll uns zugute kommen, Sein Sterben und Sein Auferstehen: Wir sind nicht allein, denn Er ist bei uns alle Tage bis an das Ende der Welt. Bis an Ende der Welt bedeutet bis zur letzten Generation, aber auch bis an die äußersten Zipfel, wo Menschen wohnen; egal wo, auch in Mühldorf, Hamburg oder Tokio.

- Diese Bibelstelle sagt aber auch, dass wir angesichts dessen, dass Er so viel für uns getan hat, uns nicht um uns selbst drehen und uns nur um uns kümmern sollen, sondern dass wir für den leben, der für uns gestorben ist und auferweckt wurde. Wir können von uns selbst wegsehen und uns anderen Menschen zuwenden und ihnen Zeugnis geben von diesem Herrn.

- Nach Römer 14,7-9 wirkt sich die Auferstehung Jesu auch dahingehend aus, dass wir nicht einander richten sollen und dürfen, da Er allein Herr ist. Jeder lebt in dieser persönlichen Beziehung zu dem lebendigen Herrn und ist Ihm direkt verantwortlich, da Er auferstanden ist. Das schließt nicht Gemeinde und Hirtendienste usw. aus. Aber keine Kirche und niemand anderes darf auch Herr sein wollen über das Gewissen des Bruders und der Schwester. Wir können zwar der verlängerte Arm dieses Herrn und Sein Sprachrohr sein, aber Ihn nicht ersetzen und einander beherrschen wollen.

So lasst uns beten, dass Seine Herrschaft als Auferstandener sich in unserem Leben und in unserer Umgebung auswirkt!

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